Abdullah The Butcher

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Lawrence Robert "Larry" Shreve
Abdullah The Butcher

Abdullah The Butcher

Daten
Ringname(n) Abdullah The Butcher
Kuroi Jujutsushi
Saladin Pikens
Zeras Amala
Great Amara
Pussycat Parkins
Körpergröße 183 cm
Kampfgewicht 160 kg
Geburt 11.Januar 1941
Windsor, Ontario, Kanada
Wohnsitz Atlanta, Georgia
Angekündigt aus Sudan
Trainiert von Sheik
Debüt 1958

Abseits des Wrestlings

Lawrence Robert “Larry” Shreve wurde am 11. Januar 1941 in Windsor, Ontario in Kanada geboren. Shreve wuchs als eines von acht Kindern in einem Haushalt von insgesamt zehn Menschen auf. Als Jugendlicher begann er Karate und Judo zu lernen und unterrichtete sogar einige Kinder. Aufgrund seiner körperlichen Verfassung, Shreve war 1, 83 Meter groß und zeitweise bis zu 160 kg schwer, entdeckte ihn schließlich der Promoter Jack Britton, der ihn in das Geschäft des Pro Wrestlings brachte. Im Jahre 1958 debütierte er mit gerade einmal 17 Jahren.

Wrestlingkarriere

Independent (1958-1990)

Ab diesem Zeitpunkt trat er in den verschiedensten kanadischen Independent-Promotionen an und kreierte nach und nach sein später legendäres Gimmick des sadistischen Arabers, welches er das erste Mal voll und ganz im Match gegen Gino Brito, den Sohn von Promoter Jack Britton, voll und ganz demonstrierte, nachdem er unter anderem so oft mit einem Stuhl auf Brito einschlug, dass dieser brach. So stellte er sich mit der Zeit als einer der gefürchtetsten Regelbrecher heraus, da er bei seinen Aktionen nie irgendeine Rücksicht auf sich oder seine Gegner nahm.

Dieser Ruf Shreves wurde immer mehr etabliert, da er sich durch seinen furchteinflößenden Körperbau und seine nahezu exzessive Brutalität immer mehr in die Gedächtnisse der Fans einbrannte. Seine Matches wurden häufig zu Blutbädern, wobei auch sein Markenzeichen immer häufiger in Erscheinung trat: eine Gabel. Zudem blieb Shreve nie lange an ein- und demselben Ort, sodass sich bei seinen Auftritten immer sofort das gesamte lokale Geschehen auf ihn fokussierte und seine Popularität noch weiter in die Höhe trieb. Gleichzeitig brachte ihm diese Flexibilität Kämpfe gegen die besten Hardcore-Wrestler der Welt ein und etablierte ihn nach diversen Siegen ganz oben in seinem Metier.

Shreves Gimmick besagte, obwohl es seine Heimsprache war, zudem, dass er kein Englisch sprechen könne, denn laut Gimmick war er Araber. So bekam er eine ganze Reihe Manager zur Seite gestellt, so z.B. Gary Hart, Damien Kane, Paul Jones und Eddie Creatchman. So sprach Shreve nur in fremdsprachigen Promotionen, so z.B. in Japan, für sich selbst und sein Gimmick wurde noch furchteinflößender.

Durch seine vielen Wanderschaften durch die Promotionen der Welt wurde Shreve zwar immer zur Attraktion des Ortes, jedoch durch seine Kurzweiligkeit nie ein ernsthafter Anwärter auf einen großen Titel. Seinen ersten Titel gewann er zehn Jahre nach seinem Debüt, 1967, als er mit Dr. Jerry Graham die Tag Team Titel der NWA Canadia gewinnen konnte. Nach diesem Gewinn konzentrierte sich Shreve mehr auf die Jagd nach Titeln und gewann zwischen 1969 und 1972 dreimal die IWA Internal Heavyweight Championship, im Zuge von Fehden gegen Ivan Koloff und Johnny Rougeau. Bald darauf zog es ihn zu Calgary´s Stampede, wo er erneut als einer der größten Regelbrecher unterwegs war und erstmalig die NWA Canadian Championship gewinnen konnte. Des Weiteren gewann er in dieser Region gleich sechs Mal die North American Heavyweight Championship während der frühen 1970er-Jahre. Am 24. Juni 1972 konnte er Ernie Ladd in Akron, Ohio besiegen, um erstmalig NWF Heavyweight Champion zu werden und damit seinen ersten größeren amerikanischen Titel zu gewinnen.

Mitte der 70er-Jahre begann Shreve vermehrt in den USA anzutreten, so z.B. auch in Detroit, Michigan, wo er in den lokalen Wrestlingpromotionen eine seiner legendärsten Fehden gegen The Sheik, ebenfalls eine Wrestling-Legende und Onkel des ECW Originals Sabu, begann und diese lange fortsetzte.

Durch seinen Erfolg in Amerika inspiriert wurde Shreve noch internationaler und begann das Wrestling im fernen Osten, also Ozeanien und Australien, populärer zu machen. So reiste er beispielsweise ins weit entfernte Neuseeland, um dort die höchsten Titel zu halten und die populästen Lokalwrestler zu besiegen. Seine Reisen brachten ihn auch weiterhin nach Japan, wo er unter anderem im Februar 1973 an einem Turnier um den wertvolle PWF Heavyweight Championship teilnahm, sie aber nicht gewinnen konnte. Dies gelang ihm erst fünf Jahre später, als er den ehemaligen AWA Champion Billy Robinson besiegen konnte.1980 konnte er sich zudem den NWA United National Heavyweight Title sichern.

In Japan durchlebte Shreve seine wohl legendärste Fehde gegen Hardcore-Veteran Terry Funk, die in vielen Matches gipfelte und in der Szene höchsten Kult-Status haben. Sogar Funk selbst nennt Matches gegen Shreve noch heute eines seiner härtesten und besten Matches seiner Karriere.

Nach einigen Auftitten und Titelgewinnen in Texas trat Shreve in Puerto Rico auf, wo er der allererste WWC Universal Heavyweight Champion wurde und sich den Titel insgesamt viermal sichern konnte. Auch hier fanden große und vor allem erneut brutale Kämpfe gegen die lokale Legende Carlos Colon statt. 2004 erst konnte sich Shreve den Titel ein fünftes Mal sichern, als er den Sohn seines ehemaligen Rivalen Carlos Colon, Carly Colon alias Carlito, besiegen konnte.

World Championship Wrestling/Independent (1990-1993)

Datei:Abdullah the butcher.jpg
Abdullah The Butcher im April 2011 bei der Hall of Fame Zeremonie

n den frühen 90er Jahren debütierte Shreve schließlich in der WCW, als er als Stings vermeintliches Geburtstagsgeschenk, welches er von Shreves späterem Verbündeten Cactus Jack erhalten hatte, aus einer gigantischen Box kam und Sting attackierte. Eine lange Fehde der Drei war die Folge, die in einem „Chamber of Horrors“-Match gipfelte. Da Shreve hierbei seinen Verbündeten Cactus Jack versehentlich "elektroschockte", folgte eine kurze Fehde der beiden.

1993 schloss sich Shreve der relativ neuen ECW an, und war Teil diverser Storylines, unter anderem mit Kevin Sullivan. Auch hier wrestelte er in verschiedensten Veranstaltungen und Turnieren, gewann allerdings nichts Größeres.

Seine Karriere neigte sich deutlich dem Ende entgegen und so trat Shreve in den 90er Jahren nur noch gelegentlich bei Promotionen auf, wenn dann bei Jubiläums-Veranstaltungen oder für einmalige Matches, so z.B. 2003 bei Ring of Honor als enthüllter Partner Homocides in einem Hardcore-Match. Nachdem bereits mehrere DVDs über seine Karriere erschienen waren, trat Shreve nur noch einmal bei einem Fun-Match in einer Buchmesse gegen Autor Michael Muhammed Knight an, wenngleich dieses ausartete und Knight genäht werden musste.

Sein allerletztes Match bestritt Shreve schließlich 2009 bei seiner alten Heimatpromotion NCW in Montreal gegen seinen alten Langzeitrivalen Hannibal an, welches den Schlusspunkt seiner offiziellen Karriere bedeutete. Mitlerweile tritt Shreve nur noch als Manager oder gelegentlich noch in kleineren Matches in Japan an, da er laut eigenen Angaben sein Leben lang dort aktiv sein werde. Zur Zeit ist er Manager eines Wrestlers in der Independent Promotion Georgia Championship Wrestling.

2011 wurde Shreve in die WWE Hall of Fame aufgenommen.

Sonstiges

Finisher

Signature Moves

Tag Teams

Zeitraum Name Mitglieder
1990-2001
Abdullah The Butcher & Giant Kimala

Stables

Zeitraum Name Mitglieder
1982-1985
1987
2000-2001

Manager

Schüler

Spitznamen

  • "Madman from the Sudan"

Einzugsmusik

Titel & Auszeichnungen

Titel

Auszeichnungen

Tuniersiege

  • All Japan Pro Wrestling
    • Champion Carnival (1976)
    • Champion Carnival (1979)
    • January 4th Korakuen Hall Heavyweight Battle Royal Winner (2008)

Mediale Aktivitäten

Filme

  • 1971: I`m going to get you . . . Elliot Boy
  • 1982: Roaring Fire
  • 1985: I Like to Hurt People