WCW Saturday Night

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WCW Saturday Night
Daten
Titel WCW Saturday Night
Produktionsland USA
Produktionsjahr in endgültiger Version ab 23.11.1991 bis 24.7.2000
Länge 1-2 Stunden pro Episode
Titelsong "Dynamics" von Richard Harvey
Idee Jim Crockett Jr
Genre Sports Entertainment
Professional Wrestling
Erstausstrahlung in endgültiger Version 23.11.1991, davor 25.12.1971
Sender TBS
Episodenanzahl 156
Regelmäßigkeit wöchentlich
Darsteller WCW Roster
Kommentatoren Freddie Miller, Gorilla Monsoon, Mike Tenay, Tony Schavione

WCW Saturday Night war eine ebenfalls wöchentlich produzierte TV-Show von World Championship Wrestling, die auf TBS ausgestrahlt wurde. Die Show durchlief mehrere Formate und Namen und existierte in anderer Form unter Georgia Championship Wrestling und Jim Crockett Promotions bereits ab 1971. In seiner endgültigen Form startete es jedoch 1991 und endete 2000. Durch das Debüt von WCW Monday Nitro und WCW Thunder wurde die Relevanz der Show für das Weiterführen und Entwickeln von Storylines jedoch immer geringer, sodass sie als Drittshow der WCW bereits 2000 der kreativen Krise der Company zum Opfer fiel und gekürzt wurde, da man nicht mehr länger in der Lage war, 6 Stunden TV mit Storylines zu füllen und auch finanziell angeschlagen war. Durch den Aufkauf der WWF liegen nun alle Rechte an der Show der WWE vor.

Geschichte

WCW Saturday Night hatte seine Premiere in seiner finalen WCW-Version am 23.11.1991 als spezielle Show für alle Top-Talente der Company. Sie entstand aus zwei alten TV Shows, welche zuvor auf TBS gelaufen waren: Georgia Championship Wrestling, welches sein TV Debüt bereits im Januar 1972 feierte und bis August 1982 andauerte, ehe es in „World Championship Wrestling“ umbenannt wurde. Die zweite TV Show war eine Sonntags-Edition der neuen World Championship Wrestling-Promotion, welche jedoch über die Jahre hinweg immer unregelmäßiger ausgestrahlt und im Frühling 1988 schließlich von TBS ganz ersetzt wurde. Als Mittelweg aus beiden Shows entstand schließlich WCW Saturday Night, welches stets zweistündig und in der Baseball-Saison einstündig Samstagabends auf TBS ausgestrahlt wurde.

Georgia Championship Wrestling

Am 25. Dezember 1971 debütierte Georgia Championship Wrestling erstmals mit ihrer eigenen TV Show, welche jedoch, man beachte das Datum, lediglich als spezielle Weihnachts-Episode tituliert wurde. Die eigentliche TV Show debütierte erst im späten Januar des Folgejahres auf der neuen TV Station des aufstrebenden Ted Turners. Zu ihrem Glück wurde diese Station im Jahr 1979 zur nationalen Superstation, die über das ganze Land hinweg sendete und somit GCW große Aufmerksamkeit bescherte. Tatsächlich war die Promotion aus Georgia die allererste des NWA-Verbunds, welcher diese Ehre zu Teil wurde, sehr zum Unmut ihrer regionalen Konkurrenten aus dem Verbun, die sich benachteiligt sahen. Viele der Promoter sahen jedoch keinerlei Problem dahinter, da schließlich auch weiterhin nur Wrestler aus Georgia antraten und man die NWA (noch) nicht schädigte. Die TV Show entpuppte sich letztlich sogar als so erfolgreich, dass man sie durchaus als treibende Kraft für die junge Sendestation sehen konnte – ganz zur Freude des Besitzers Ted Turner. Aufgenommen wurde die Show vor einem kleinen, jedoch stets mehr als feinem Live-Publikum in kleinen Studios. Die Show umfasste Matches und melodramatische Monologe/Promos der Wrestler, sowie selbstverständlich erste verbale Konfrontationen zwischen den einzelnen Athleten – ähnlich dem Programm der aufstrebenden Konkurrenz aus dem Nordosten, der World Wrestling Federation.

World Championship Wrestling TV Show

1982 wandelte Georgia Championship Wrestling den Namen seines Hauptprograms in „World Championship Wrestling“ um. Senderchef Ted Turner hatte dies persönlich beantragt, da er hoffte, seiner erfolgreichen Wrestlingshow dadurch einen nationalen und nicht derart regionalen Anschein, wie sie ihn durch die NWA-Zugehörigkeit immer noch vermittelte, zu verpassen und sie so besser zu vermarkten. Auch wurden die Shows fortan auch in „neutralen“ Gebieten wie Ohio und Michigan und nicht nur im heimischen Atlanta veranstaltet, die Tapings für die TV Show fanden dort jedoch immer noch statt.

Der „Black Saturday“

Am 14. Juli 1984 kaufte WWF-Besitzer Vince McMahon das gesamte Wrestling Territorium Georgias für 750 000 Dollar auf, um die nationale Reichweite seiner in Conneticut angesiedelten und agierenden Promotion zu vergrößern. Den Namen „World Championship Wrestling“ behielt er bei, ersetzte jedoch jedes einzelne Mitglied der Promotion sofort mit einem Neuen, da die meisten, die er nicht persönlich feuerte, aus Protest kündigten. Kommentator Freddie Miller war der einzige Angestellte, der nach dem Aufkauf noch im Roster verblieb. Ganz so einfach stellte sich die Sache für Vince McMahon jedoch nicht heraus, denn er unterschätzte zwei wichtige Faktoren. Zum einen war es der Wrestling-Geschmack der einzelnen regionalen Fangruppen, die beide Promotionen verfolgten: Conneticut war an das „Sports Entertainment“ der WWF gewöhnt, welches cartoonartige Charaktere und den Erzählstil einer Seifenoper beinhaltete. GCW hingegen hatte seine Fans über die Jahre hinweg an einen auf die Athletik fokussierten Stil, „Rasslin“ genannt, gewöhnt, also mit dem Fokus auf die Matches und weniger die Charaktere an sich. Auch waren die Matches lang und actionreich und nicht einseitige Squash-Matches wie bei derWWF. Nach dem Aufkauf wurde nun auch „WWF World Championship Wrestling“, so der Titel der neuen TV Show, hauptsächlich als bloße Recap Show für die Hauptprogamme der WWF genutzt. Zusätzlich hatte Vince McMahon Senderchef Ted Turner ursprünglich die Produktion einer kreativen originellen Show versprochen – was er schlicht nicht eingehalten hatte. Kommentatoren waren bei der Show der übernommene Freddie Miller und Gorilla Monsoon. Als die Fans des alten GCW-Programmes schließlich am Samstag auf TBS schalteten, um deren World Championship Wrestling zu sahen, bekamen sie stattdessen das neue Programm des Konkurrenten WWF zu Gesicht – mit einem Programm, das ihren Wünschen so gar nicht entsprach. Dies alles geschah völlig ohne Ankündigung und so gingen tausende Beschwerden beim Sender ein, die sich über die neue Show beschwerten. Um die aufgebrachten Fans zu beruhigen, gab Ted Turner Ex-Mitbesitzer Ole Anderson (der seine Anteile an GCW auch nicht verkauft hatte und somit loyal war) einen eigenen Timeslot für eine neue TV Show, „Championship Wrestling from Georgia, Inc. Auch im folgenden Jahr bekam Bill Watts „Mid South-Wrestling“ einen eigenen TV-Slot auf TBS, was [[Vince McMahon jedoch gegen Turner aufbrachte – dieser hatte ihn bei seinem Kauf von Georgia Championship Wrestling Exklusivität als Wrestling-Show versprochen, zog nun jedoch wieder Konkurrenz für ihn ans Land.

Unter Jim Crockett Promotions

Der rasante Abfall der Ratings für die Samstagabend-Show sowie der stetige Ruf der Zuschauer nach der Rückkehr der GCW brachte die WWF zu finanziellen Verlusten mit der neuen Show. Gerüchten zufolge versuchte Ted Turner um die Zeit herum sogar die WWF aufzukaufen, was ihm jedoch nicht gelang, da sich Vince McMahon natürlich nicht zum Verkauf breitschlagen ließ. Dieses Ereignis und der Misserfolg der WWF-Show auf dem neuen Sendeplatz waren entscheidend für Turners spätere Entscheidung, Jim Crockett Promotions aufzukaufen und mit ihr den größten WWF-Konkurrenten World Championship Wrestling zu formen. Eben jene Jim Crockett Promotions waren es dann schließlich, an die Vince McMahon seinen Sendeplatz für eine Million Dollar im März 1985 wieder verkaufte. Der neue Besitzer dieses Timeslots war eine Promotion, die ihre Heimat in North Carolina hatte und vom Promoter Jim Crockett Jr geleitet wurde. Auch in den Mid-Atlantic Staaten war die Promotion erfolgreich. Crocketts erste Amtshandlung war die Verschmelzung seiner Promotion mit Championship Wrestling from Georgia, um Talente auszutauschen und neue zu kreieren. Diese Verschmelzung eliminierte gleichzeitig „Mid South Wrestling“ vom TBS-Programm, da diese für die aufstrebende Promotion zu populär geworden war und sich Besitzer Bill Watts bereits in Position für einen Aufkauf des Samstagabends-Timeslots gebracht hatte. Dennoch gehörte nun die Exklusiv-Position für Wrestlingshows Jim Crockett Promotions auf TBS. „World Championship Wrestling“ blieb als Name auch beim neuen Besitzer erhalten. Der alte Timeslot wurde wieder aufgenommen und mit originalem TV Programm gefüllt, erneut in Ted Turners Studios in Atlanta. „World Championship Wrestling“ wurde zudem 1988 auch der Name der Promotion an sich, da diese von Ted Turner aufgekauft worden war und dieser die Umbenennung vornahm.

Superstars in Supertowns

Am 7. Februar 1987 wurde ein Special der neuen „NWA World Championship Wrestling“-Promotion ausgestrahlt, „Superstars in Supertowns“. Es wurde beworben mit der Rückkehr der Kultfigur Magnum T.A., der durch einen beinahe tödlichen Autounfall zuvor eigentlich in den Ruhestand gezwungen worden war. Während der Show wurden dann gemäß dem Titel Matches mit Stipulationen gezeigt, die für verschiedene Städte wie Philadelphia, Los Angeles und St. Louis typisch waren. Die Hosts der Show waren Tony Schavione und David Crockett, Opener-Match war Barry Windham vs. Arn Anderson.

WCW Saturday Night

Nach Split von der NWA wurde „World Championship Wrestling“ am 4. April 1992 in “WCW Saturday Night” umbenannt. Die Show präsentierte sich fortan in neuem Design in blauen und pinken Neonfarben, auch der Eingang der Wrestler bekam ein Design verpasst. Die Hosts waren Jim Ross und Jesse Ventura, nach dem Abgang Ross‘ ersetzte ihn Tony Schavione. Auch Ventura suchte bald das Weite, er wurde von Bobby Heenan ersetzt. Die endgültige Besetzung war schließlich nach etlichen Abgängen und Ersetzungen die mit Mike Tenay und Larry Zbyszko. Wie andere TV Shows WCWs wurde auch Saturday Night ab Sommer 1996 in den Disney MGM Studios getaped.

Live Episoden

In der Geschichte von Saturday Night gab es ganze drei Live-Episoden, was damals aber nicht ungewöhnlich war. Die erste wurde am 9. Juli 1994 ausgestrahlt, nach Abstimmung von den Fans trat Sting dabei gegen Ric Flair an. Sie beinhaltete zudem den ersten In-Studio-Auftritt von Neuzugang Hulk Hogan. Die zweite Show gab es am 27.6.1995 in Charlotte in North Carolina. Da die Show „Open Air“ stattfand, wurde die Matte des Ringes nach Einsetzen eines Platzregens sehr rutschig und die Qualität der Matches sank dementsprechend. Die dritte Live-Ausstrahlung fand am 10.8.1996 in Sturgis, South Dakota statt. Als Besonderheit ist zu bemerken, dass sie direkt vor dem auf den Samstag vorverlegten PPV „Hog Wild“-PPV stattfand und somit fortan bei solchen Ereignissen wie eine „Preshow“ für die Großveranstaltung fungierte.

Abstieg und Ende

Mit der Einführung großer live ausgestrahlter TV Shows wie WCW Monday Nitro und WCW Thunder fungierte Saturday Night nur noch als drittes Rad der WCW Shows. Fortan war es hauptsächlich die Bühne für junge Talente und Recaps aus den Main Shows, sowie einem Main Event mit einem Midcard Champion. Wegen der sinkenden Popularität der Show und dem allgemeinen Abstieg der WCW lief am 24.6.2000 die letzte Episode von Saturday Night. Eine kurze Neuauflage am Samstagmorgen überdauerte keinen Monat und verkam auch lediglich zur bloßen Rückblick-Show. Die letzte Episode diesen neuen Formats, „Saturday Morning“, wurde am 19.8.2000 ausgestrahlt.

Mediale Aktivitäten

DVDs

2008: The Best of WCW Saturday Night Main Event