WrestleMania 29

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WrestleMania 29
WrestleMania 29.jpg
Daten
Promotion WWE
Datum 07. April 2013
Halle MetLife Stadium
Ort East Rutherford, New Jersey
Zuschauerzahl 80.676
Letzte Veranstaltung Elimination Chamber 2013
Nächste Veranstaltung Extreme Rules 2013
Event WrestleMania
Letztes Event WrestleMania XXVIII
Nächstes Event WrestleMania XXX

Ergebnis

Nr. Ergebnis Stipulation Länge
1P The Miz gewann gegen Wade Barrett (c) via Submission im Figure Four Leglock. Singles Match um den WWE Intercontinental Championship 04:09
2 The Shield (Dean Ambrose, Seth Rollins & Roman Reigns) gewannen gegen Randy Orton, Sheamus & Big Show via Pin an Orton durch Ambrose nach einem Spear von Reigns. Six-Man Tag Team Match 10:33
3 Mark Henry gewann gegen Ryback via Pin nachdem Ryback im Shellshock zusammenbrach. Singles Match 08:01
4 Team Hell No (Daniel Bryan & Kane) gewannen gegen Dolph Ziggler & Big E (mit AJ Lee) via Pin an Ziggler durch Bryan nach einem Flying Headbutt. Tag Team Match um den WWE Tag Team Championship 06:17
5 Fandango gewann gegen Chris Jericho via Pin nach einem Einroller. Singles Match 09:13
6 Alberto Del Rio (c) (mit Ricardo Rodriguez) gewann gegen Jack Swagger (mit Zeb Colter) via Submission im Cross Armbreaker. Singles Match um den World Heavyweight Championship 10:34
7 The Undertaker gewann gegen CM Punk (mit Paul Heyman) via Pin nach dem Tombstone Piledriver Singles Match 22:09
8 Triple H (mit Shawn Michaels) gewannen gegen Brock Lesnar (mit Paul Heyman) via Pin nach einem Pedigree auf die Ringtreppe. No Holds Barred Match, falls Triple H verliert muss er seine Karriere beenden. 23:56
9 John Cena gewann gegen The Rock (c) via Pin nach dem 3ten Attitude Adjustment. Singles Match um den WWE Championship 24:00
  • (c) – markiert den als Titelträger in das Match gehende Wrestler
  • P – markiert ein Match welches in der Pre-Show stattfand

Wrestling-Infos.de Blu Ray Review

Diese Veranstaltung sorgte schon im Vorfeld für große Diskussionen, denn auf der einen Seite zeigten sich Fans über die Card nicht sonderlich begeistert und fanden, keiner der Matches verspreche wirklich herausragendes Wrestling, hingegen die andere Seite vor allem von den Verpflichtungen The Rock und Brock Lesnar angetan waren, ebenso wie die aufgebaute Fehde zwischen dem „Deadman“ und CM Punk.

Ich persönlich stand der Show neutral gegenüber, ich war mir bewusst, dass ich hier kein technisches Feuerwerk erwarten darf, trotzdem habe ich zumindest gehofft, dass das Wrestling zumindest bei ein, zwei Matches an oberster Stelle steht.

Zur Show: Eröffnet wurde die größte Wrestling/Entertainment Veranstaltung des Jahres von drei Neuankömmlinge, die sich als „The Shield“ etablierten und gegen Sheamus, Randy Orton und Big Show ein solides Match zeigten. Über die Fähigkeiten von Dean Ambrose und Seth Rollins lässt sich nur schwer streiten, weswegen es man häufiger den Eindruck bekam, die Gegner würden nur ihr eintöniges Moveset abspielen, so dass Innovation nicht vorhanden war. Als Einstige kann man aber durchaus das Siegel „Solide“ drunter setzen, auch wenn wir einige Momente gesehen haben, wo die Zusammenarbeit hakte und dementsprechend das Selling litt. Doch schon beim zweiten Match bekamen wir den ersten großen Tiefpunkt der Show präsentiert, das ohnehin geringe Tempo wurde mit etlichen Haltegriffen herausgenommen, die „dominierenden“ Phasen beider Wrestler war größtenteils unspektakulär, so dass ich am Ende froh war, dass die Ringglocke ertönte. Beim dritten Match verschenkte man großes Potenzial, sowohl Bryan, als auch Ziggler können keine Wunder vollbringen und innerhalb von sechs Minuten einen tollen Kampf präsentieren. Da die restlichen Teilnehmer (Kane & Big E Langston) allerdings nicht vollkommen unbeholfen im Ring agieren, entwickelte sich die Auseinandersetzung zu seinem soliden Match. Nette Aktionen, die einem aber nicht langfristig in Erinnerung bleiben. Mit Fandango und Chris Jericho erlebte ich die erste positive Überraschung des Abends, Jericho konnte das neue Gimmick wunderbar ins Rampenlicht stellen und so den Sieg realistischer machen. Es wurde ein nettes Tempo aufgebaut, interessante Moves gezeigt und mit Fandango auch einen langfristig klugen Sieger gewählt. Der ehemalige Johnny Curtis ist ein durchschnittlicher Wrestler, der sich im Laufe der Zeit und mithilfe des Push weiterentwickeln wird. Mit dem World Heavyweight Championship Match brachte man erneut ein Tief in die Show, was auch die Crowd spürbar vermittelte. Die Stimmung war im Keller, Del Rio und Jack Swagger konnten den Funken nicht übermitteln und legten ein langweiliges Match hin. Die Kürze überraschte, war im Endeffekt dann aber doch vorteilhaft, so dass man das Match nicht unnötig dehnte. Es folgte das Match des Abends, The Undertaker vs. CM Punk. Auf seine alten Tage haut der Taker zumindest bei WM immer ein tolles Match heraus und harmonierte mit CM Punk, so dass Punk nicht nur geschickt gewisse Pausen von The Undertaker kaschierte, sondern auch seine Moves unglaublich gut in Szene setzte. Intensives Match und Paul Heyman konnte auch Ringside für große Unterhaltung sorgen, hier hat man gemerkt, welche Qualität bei WrestleMania angemessen wäre. Das „Semi-Main Event“ zwischen Brock Lesnar und Triple H kam meiner Meinung nach nicht richtig in Fahrt, zwar sahen wir durchaus gute Spots (German Suplex, ein selten gesehener Move), trotzdem waren die Hardcore-Elemente wirklich nur oberflächlich genutzt worden und präsentierte sich dadurch als langweiliger Brawl, so dass das Match nicht richtig Tempo aufnehmen konnte. Das Finish war akzeptabel, der Sieger berechenbar. Das Main Event der Show bildete dann leider auch die größte Enttäuschung, denn das Match war nur so von Haltegriffen und Standard-Moves geprägt. Es begann mit einer üblichen Einleitungsphase, es folgte verschiedene Phasen der Dominanz (Mal Rock, mal Cena), Haltegriffe drosselten das ohnehin geringe Tempo und letztlich bekamen wir dann mit dem Finish eine Farce zu sehen, auch wenn John Cena der „verdiente“ Sieger ist. Die Abschlusssequenz war schon fast bizarr, auf einmal waren The Rock und Cena gute Freunde, umarmten und huldigten sich, ein wirklich verzerrtes Bild. Auch am Schluss stand Rock, trotz seiner Niederlage, im Mittelpunkt. Im Großen und Ganzen kann man sagen, dass man hier unterdurchschnittliche Matches präsentiert bekam, mit wenigen Ausnahmen. Auf der zweiten vorhanden DVD/Blue-Ray Disc wird die komplette Hall of Fame Zeremonie präsentiert, was natürlich ein netter Zusatz ist und durchaus unterhaltsam war. Highlights bildeten die Einführungen von Mick Foley und Bruno Sammartino, zwei Legenden, die jedem Pro-Wrestling Fan ein Begriff sein sollte. Die Show teilweise unterhaltsamer und emotionaler als die eigentliche Großveranstaltung.

Die DVD/blu-ray enthielt noch einige Extras, so zum Beispiel das Pre-Show Match zwischen The Miz und Wade Barrett, wie auch die WrestleMania Post-Show. Kauft man sich eine Blue-Ray, erhält man zudem noch die Vertragsunterzeichnung zwischen Brock Lesnar & HHH, CM Punk und der Beginn der Fehde mit The Undertaker und zuletzt noch eine „Fragerunde“ mit John Cena und The Rock, die am 25.März 2013 bei RAW ausgestrahlt wurde. Keinerlei Leckerbissen, hätte mir als „Extra“ durchaus interessanteres Material gewünscht, höchstens CM Punk könnte man noch lobend erwähnen, was die „Beilage“ allerdings nicht besser macht.

Fazit:

„WrestleMania 29“ bewerte ich mit 5 von 10 Punkten, also keine Kaufempfehlung, sofern ihr nicht große Fans von den Hauptakteuren seid und unbedingt die Hall of Fame Zeremonie sehen wollt. In Erinnerung bleibt vor allem das Match zwischen CM Punk und The Undertaker, hier haben zwei Größen ein intensives Match auf die Beine gestellt, zudem die emotionale Einführung von Mick Foley in die Hall of Fame, eine bewegende Rede von Terry Funk. Trotzdem bot die Show zu viele negative Aspekte, auch wenn ich mit den 5 Bewertungspunkten die Show als „solide“ beschreibe, riss vor allem die Hall of Fame Zeremonie einige Punkte heraus.